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Sannwald, 2005 Kulturgut wie die Owschen Familienporträts aus drei Jahrhunderten erfordern viel Pflege, wenn sie dauernd erhalten bleiben sollen. Baron Sigurd von Ow witzelt darüber, dass einen in dem Schloss, das zugleich Heim und Museum ist, die Ahnen vorwurfsvoll von ihren Portraitgemälden herab angucken würden: Ob man auch alles recht gemacht habe.

Sannwald, 2005 Renntartsche des Caspar von Ow zu Bodelshausen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eine Renntartsche ist ein Turnierschild, welches der junge Ritter bei den damals üblichen Turnieren als Erkennungsschild vor seine Rüstung band. Auf dem oberen Rand dieser Tartsche ist ein Pergamentstreifen geklebt mit der Aufschrift da man zalt CCCCLXIII starb Caspar von Ow uf Zinstag vor Simonis und Judae. Gnad im Got. Amen. Caspar war auf dem Kirchberg bei Haigerloch beerdigt worden. Da er keine Nachkommen hatte, wurde sein ehemaliger Turnierschild mit dieser Aufschrift zu einem Totenschild und am Fuß eines Kruzifixes angebracht. Der Schild galt nach der Säkularisation als verschollen. Erst Hans Karl von Ow fand ihn 1854 in einem Abfallhaufen des ehemaligen Klosters Kirchberg wieder und brachte ihn nach Wachendorf. Es ist einer der wenigen erhaltenen Turnierschilde aus der Ritterzeit überhaupt!

Sannwald, 2005 Alemannischer Totenbaum aus Oberflacht, Kreis Tuttlingen. Das Oberflachter Gräberfeld, in dem einzigartige hölzerne Gegenstände aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts gefunden wurden, gehört zu den interessantesten archäologischen Stellen Deutschlands. Von nur 27 erhaltenen Totenbäumen gelangten zwei in die Owsche Sammlung.

Sannwald, 2005 Jugend im Museum: Statt mit dem heutigen Zeugs aus Plastik spielten die Owschen Jungen gleich mit den richtigen Schwertern ihrer Vorfahren - die sie kaum heben konnten - Ritterspiele.

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